Zu Gast

Vorstellung eines Mordopfers

Mag. Claudia Hartl – 8.5.2026 – 14 Fotos – 191 Aufrufe

 

Was war los, am 19. 9. 1991 – wissen Sie es noch? An diesem besonderen Tag (ein Palindrom) fand ein deutsches Ehepaar in den Ötztaler Alpen, ganz an der österreichisch-italienischen Grenze, eine Leiche. Wie sich herausstellen sollte, war der Mann allerdings schon lange – sehr lange – dort gelegen. Etwa 5.000 Jahre lang, der Mann, den die Welt heute unter dem Namen »Ötzi« kennt.

Frau Dr. Gudrun Sulzenbacher erzählte am 7. Mai unseren zweiten Klassen von dieser Gletschermumie aus der Steinzeit. Sie zeigte eindrucksvoll, wie weit zurück man sich 5.000 Jahre vorstellen kann, erzählte im Plauderton von der Bergtour, die die beiden Finder damals gemacht haben und wurde ernst, als es um die Errungenschaften der Wissenschaft durch diesen Fund ging. Eindrucksvoll berichtete sie über die ausgeklügelte Kleidung, Ötzis Waffen und den Pfeil, der ihn getötet hat. Sie ging auf seine Tätowierungen, die darunterliegende Schmerzherde lindern sollten, ein; außerdem machte sie deutlich, welche Herausforderungen im Museum für seine Lagerung bestehen.

Ihr Buch »Die Gletschermumie. Mit Ötzi auf Entdeckungsreise durch die Jungsteinzeit«, erschienen in vielen Sprachen, hat sie für unsere Bibliothek noch liebevoll signiert, bevor es für die Südtiroler Autorin und Ötzi-Expertin wieder weiter ging auf ihrer Lesereise durch Österreich.

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